+++Weitere Termine zum Obstpressen: 01.10. und 15.10.2022+++Machen Sie Ihren Termin bei Manfred Maier unter Tel-Nr: 0157 86733365+++Wer sein Obst nicht selber verwerten will, kann es uns auch spenden. Ernte und Abholung durch uns!+++
 

Boulevard in Nbg. Altenfurt am 24.07.2022

Am 24.07.2022 konnten wir wieder, nach 2 Jahren Corona-Zwangspause am Boulevard an der Löwenberger Straße in Altenfurt teilnehmen. Bei bestem Wetter wurden die am 23.07.2022 schon vorbereiteten Zelte und sonstigen Utensilien ab 07:30 Uhr aufgebaut. Unser zweiter Vorstand Manfred Maier führte hier Regie, somit klappe alles hervorragend. Wie auch in den Jahren vor Corona waren wir wieder mit unserer kleinen manuellen Saftpresse vor Ort.  Ab 10:00 Uhr, bei Beginn des Publikumverkers konnten wir schon unseren Saft von den gespendeten Äpfeln zum probieren anbieten.  Was uns über den ganzen Tag auffiel war, dass sehr viele junge Menschen sich wieder für den Garten, für Obst- und Gemüseanbau interessierten und viele Fragen zu allen Themen hatten. Im allgemeinen war sehr viel Publikum anwesend und die Fragen dieser, konnten wir meist mit Zufriedenheit beantworten. Unter unseren Besuchern war auch die Nürnberger Polit-Prominenz, wie OB Herr Markus König, Herr Karl Freller und von der SPD der Nürnberger SPD-Vorsitzende Herr Dr. Ahmed Nasser und die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Frau Dr. Anja Prölß-Kammerer mit Kollegin Frau Claudia Arabackyj die ebenfalls von unserem köstlichen Apfelsaft kosten wollten.

    

Unser neues Highlight am Stand in diesem Jahr war ein kleines „Feld der Sinne“, unsere Jugendbeauftragte Frau Uli Gsell hatte im Vorfeld die Idee dieses am Boulevard umzusetzen. Am Stand wurde sie unterstützt von ihren Mann Dr. Ulrich Gsell und von Frau Juliane Hückl. Hier konnten die Kinder, aber auch Erwachsene ihren Geruchs- und Tastsinn testen. Wie wir feststellen konnten, hatten die Kinder gegenüber den Erwachsenen durchaus die besseren Sinne. Im Anschluss an diesem interessanten Spiel konnten die Kinder sich aus Obst- und Gemüsestücken einen gesunden Spies zusammenstecken, dies fand großen Anklang . Aber auch das Saftpressen kam bei den Kindern gut an und sie waren erstaunt, wieviel Saft aus den Äpfeln ausgepresst werden konnte.

 

Ein warmer und für uns durchaus erfolgreicher Tag ging um 18:00 Uhr zu Ende. Der Abbau unseres Standes wurde zügig von vielen Helfern erledigt, dafür herzlichen Dank und ein dickes Lob für das Durchhaltevermögen am Stand über den ganzen Tag. Ich denke, alle waren froh am Abend die Füße hochzulegen zu können.

30.07.2022 geschrieben und Bilder Jos. König

 

 

Lehrfahrt in das Tropenhaus „Klein Eden“ in Kleintettau am 09.07.2022

Wohlauf die Luft ist frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten;

den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Himmel kosten.

Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren,

ich will zur schönen Sommerzeit ins Land der Franken fahren! …

So heißt es in der ersten Strophe des Frankenliedes. So schönes Wetter hatten wir zwar nicht, als wir am 09.07.2022 um 07:30 Uhr von Mittelfranken nach Oberfranken aufbrachen. Das Ziel unserer Lehrfahrt 2022 war Kleintettau in OFR. Aber, die 51 Passagiere im Bus waren alle wohlgelaunt und so kamen wir mit ein paar Umleitungen um 10:00 Uhr in Tettau an.

Das Tropenhaus, welches wir besuchten, entstand 2011 als Referenzprojekt für die energieeffziente Abwärmenutzung im Niedrigtemperaturbereich. Gefördert wurde das Projekt von der Regierung von OFR, vom bay. Staat und einigen anderen Unternehmungen. Wie uns der Geschäftsleiter Herr Ralf Schmitt erklärte, will man hier zum Nachahmen animieren und komplett ohne zugekaufte Energie auskommen. Mit der Prozesswärme, die bei der Glasproduktion „Heinz“ (200 m entfernt) anfällt, wird das Tropenhaus und die 3.500 qm große Gewächshausanlage fortwährend auf 35 – 38°C beheizt. 

Das Vorhaben, tropische Früchte unter Glas kommerziell zu produzieren, ist neuartig in Deutschland. Mit der Entstehung des Projektes „Klein-Eden" war daher von Anfang an klar, dass wissenschaftliche Untersuchungen hierzu notwendig sind. Um tropische Pflanzen anzubauen und auch rentabel für den Verbraucher herzustellen, bedarf es natürlich wissenschaftliche Unterstützung. So war von Anfang an die UNI Bayreuth mit von der Partie. Weiterhin wird das Projekt auch von der TH Weihenstephan-Triesdorf begleitet.

Die Fragen waren:

  1. Wie kann man Wachstums- und Produktionsprozesse für biologische Nahrungsmittel standardisieren und dabei gleichzeitig einen hohen Ertrag erzielen? Z. Bsp. bei vorherigen Bodenanbau ist man nun zu der Erkenntnis gekommen die Pflanzen in Kübel aufzuziehen. Denn diese kann man besser bewässern und auch die Nährstoffzugabe kann optimaler dosieret werden.
  2. Welche tropischen Nutzpflanzen eignen sich für den Anbau und die Produktion unter Glas in Mitteleuropa?

So bietet das Tropenhaus eine Vielzahl an Früchten (220 Pflanzenarten) wie:

Papayas, Zwergbananen, Maracujas, Sternfrüchte, Guaven usw. Das Produktionshaus beherbergt ungefähr 220 verschiedene Pflanzensorten und Gattungen. Darunter auch Gewürze und viele Kräuter.  Aber auch einige tropische Tiere sind in Großen Terrarien untergebracht, wie Echsen, Schlangen, Frösche, Vögel usw.

          

Als zweites Standbein werden im Produktionshaus auch noch Fische, wie Nilbarsche gezüchtet. Die Aquakultur besteht aus vier Mastbecken (je 30 m³) und fünf Aufzuchtbecken (18 m³). Das Abwasser und der Kot der Fische wird als Dünger und Gießwasser für die Pflanzen im Tropen- und Produktionshaus verwendet. Also, auch hier ist der Kreislauf geschlossen!

 

Die Führung durch diese Einrichtung war für uns alle hochinteressant und wir können einen Besuch dort sehr weiter empfehlen. Unter www.tropenhaus-am-rennsteig.de können sie weitere Erkenntnisse erfahren.

   

Nach dem Mittagessen, dass wir im Caffè-Glasmuseum einnahmen, besuchten wir das Glasmuseum, bei dem die aufgeteilten Gruppen durch die Welt der Glasmacher geführt wurden. Diese harte Arbeit, die früher von Hand (und Mund) ausgeführt wurde, ist auch Heute noch kein Zuckerlecken. Bei einer Raumtemperatur von 45° C werden hier maschinell Parfüm-Flacon für alle bekannten Marken der Welt und für die ganze Welt hergestellt.

Zum krönenden Abschluss unserer Tagesreise fuhren wir über die Frankenhochwaldstraße in das 10 km entfernte Lauenstein in die Fischbachmühle zur Pralinen Confiserie Lauenstein. Vor, oder nach dem Kaffee konnte sich hier jeder mit den feinsten Pralinen und Süßigkeiten an der längsten Genusstheke Oberfrankens eindecken, was die meisten unserer Mitfahrerinnen und Mitfahrer auch nutzten.

Mit vielen Eindrücken, die wir an diesem Tag schöpften und mit einigen Süßigkeiten im Gebäck traten wir müde unsere Heimreise an. Manfred Maier, der an diesem Tag die Reiseführung innehatte, danken wir für seine Führung durch den Tag und für seinen Witz, der uns oft zu lachen brachte.

14.07.2022, geschrieben von J. König/Bilder J. König und Homepage des Tropenhauses

 

 

Sommerriss- und Sommer-Baumschneidekurs am 25.06.2022

Veranstaltungsort: Streuobstwiese Hallerstr. Fischbach

Referent: Bernd Worack

Am 25.06.2022 fanden sich 21 Personen ab 13:00 Uhr zu unserer Veranstaltung „Sommerriss-/Sommer-Baumschneidekurs“ auf unserer Streuobstwiese in den Fischbachauen ein.

       

Unser 2. Vorstand Manfred Maier begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für ihr kommen. Er übergab das Wort an Bernd Worack, der diesen Kurs durchführen sollte. Herr Worack begann auch sofort mit dem theoretischen Teil des Kurses.

Er wies zunächst auf die Sicherheit beim Baumschnitt hin. Eine gute und standfeste Leiter ist hier Voraussetzung und so mancher, der dies nicht beachtete hat es schon mit Knochenbrüchen, oder sogar mit seinem Leben bezahlt. So sollte man auch die Bodenbeschaffenheit prüfen, so dass die Leiter einen festen Stand hat. Weiterhin ist gutes und scharfes Werkzeug notwendig, der zu schneidente Ast soll geschnitten und nicht gequetscht werden!

Merke:

Mit billigem Werkzeug ärgert man sich immer wieder aufs Neue, mit Qualitätswerkzeug kann die Arbeit besser und schneller durchgeführt werden und außerdem überlebt es viele billige Exemplare!

Weiterhin erklärte er, warum an den Bäumen einen Sommerschnitt durchführen sollte. Durch den Baumschnitt im Sommer erhalten die Bäume weniger Stress und lagern im Herbst nur so viel Nährstoffe ein, die sie im Frühjahr benötigen. Weiterhin treibt der Baum im Frühjahr keine oder weniger Wassersprosse aus. Die Wassersprosse werden ebenfalls im Sommer (Juniriss) ausgerissen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Rute noch elastisch und kann gut entfernt werden. (Der Juniriss heißt so, weil man die Wassersprosse im Juni ausreißen soll, zu dieser Zeit steht der Baum noch in vollen Saft und die Sprosse können noch leicht ausgerissen werden!) Beim Ausreißen wird mit der Rute das Auge, dass am Baum ist ebenfalls mit ausgerissen und es erfolgt kein Nachfolgewachstum.

Kein Vorteil, ohne Nachteil:

Da im Sommer das volle Laubwerk am Baum ist, kann man die Äste, die geschnitten werden sollen nur sehr schlecht erkennen. Deshalb sollte der Baum von allen Seiten begutachtet werden und dann erst ein Astschnitt erfolgen.

Nach dem theoretischen Teil erfolgte die Praxis am Baum. Alle Anwesenden konnten einmal versuchen Wassersprosse auszureißen. Bernd Worack zeigte den interessierten Teilnehmen sehr anschaulich, welche Äste entfernt werden sollten, wie und wo man den Schnitt angesetzten sollte. Das Interesse zeigte sich an den vielen Fragen, die an Bernd gestellt wurden, diese wurden von ihm kompetent und fachmännisch beantwortet. Mit Applaus und einem kleinen Präsent wurde Bernd verabschiedet. Herzlichen Dank auch von hier an Bernd für seinen guten Vortrag!

Geschrieben und Bilder von Jos. König 29.06.2022

 

 

Pflanzentauschbörse am 15.05.2022

Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.
Mark Aurel, 26.04.121 - 17.03.180 n. Chr., röm. Kaiser 161 - 180

Schon am 14.05.2022 trafen sich auf unserem Vereinsgelände fleißige Helfer, um für die Pflanzentauschbörse Zelte aufzubauen und weitere Vorbereitungsarbeiten zu machen. Und auch am 15.05.2022 ab 11:00 Uhr waren wiederum viele Helfer vor Ort, um die noch nötigen Arbeiten zu erledigen.

         

Bei herrlichem Wetter trafen ab 14:00 Uhr auch die ersten Gäste und Interessenten ein, um Pflanzen zu bringen und um welche mitzunehmen. Schon nach kurzer Zeit war unser Achtmeterzelt, dass wir für die mitgebrachten Pflanzen aufgebaut hatten, gefüllt mit den verschiedensten Nutz- und Zierpflanzen wie z. Bsp. Tomaten, Paprika, Zucchini, Fingerhut, Löwenmaul, Farne und noch vielen anderen Sorten.

Bei leckeren selbst gebackenen Kuchen, bei Kaffee, Tee und anderen Getränken wurde nun die verschiedensten Pflanzen getauscht. Es wurde Fachgesimpelt, Erfahrungen ausgetauscht, aber auch fröhliche Unterhaltungen waren angesagt!

     

Unser Tages-Resümee:

Bei unserer Pflanzentauschbörse waren alle Beteiligten zufrieden, es ist auch eine gute Sache, da man doch günstig zu den verschiedensten Pflanzen kommt. Die Besucher waren begeistert und wir vom OGV AlFiMo waren es ebenfalls!

Um ca. 18:00 Uhr war die doch erfolgreiche Veranstaltung zu Ende. Nach Abbau und aufräumen unserer drei Zelte war vom ganzen Tagesgeschehen nichts mehr zu sehen.

Geschrieben und Bilder von Josef König

 

 

Integrierter Pflanzenschutz

Vortrag von Frau Christa Cartus-Pernet

Am 01.04.2022 um 19:00 Uhr fanden sich 32 Interessierte zum Vortrag „Integrierter Pflanzenschutz“ in das kath. Pfarrheim Nbg. /Altenfurt ein. Unser 1. Vorstand begrüßte die Mitglieder und auch einige Gäste, danach übergab er das Wort an unserer Vorstands-Mitglied Frau Christa Cartus-Pernet, die diesen Vortrag referierte.

Sie erklärte zunächst was Integrierter Pflanzenschutz bedeutet, den so bezeichnet man diese aufeinander abgestimmten Nutzungen aller biologischen, biotechnischen, züchterischen, anbau- und kulturtechnischen sowie chemischen Maßnahmen im Pflanzenbau.

Mit einfachen Worten: Der integrierte Pflanzenschutz nutzt viele verschiedene umweltfreundliche Verfahren und nur im Notfall „chemische Pflanzenschutzmittel“, die dann auch nur punktuell und im Akutfall angewandt werden sollen.

Abiotische Faktoren

Frau Cartus-Pernet zeigte Bildtechnisch und übersichtlich die sechs Säulen des Integrierten Pflanzenschutzes auf, diese sind:

  • Anbautechnische Maßnahmen, so muss der Standort berücksichtigt werden, aber auch die Sortenwahl, der Boden, das Klima usw.
  • Mechanische Maßnahmen, z. Bsp. Absammlung von Schädlingen, wie Rollwespen in Blättern etc.
  • Physikalische Verfahren, anbringen von Netzen, Vliese, Leimringen usw.
  • Biologische Maßnahmen, Nutzung und Förderung von natürlichen Feinden (Igel, Vögel, Spitzmäuse, Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwesen etc.)
  • Biotechnische Maßnahme, Einsatz von Bakterien, wie Bazillus Thuregiensis.
  • Chemisches Verfahren, anlocken durch Pheromonfallen, Licht und Andere.

Weiterhin erklärte sie, wer und was bekämpft werden soll und welche Nützlinge gefördert werden müssen. (Nutzlinge sind z. Bsp.: Igel, Marienkäfer, Florfliege, alle Weichkäfer, Hummeln, Bienen, Wespen,
Schwebfliegen u.v.m.)

Schädlinge für Pflanzen können sein: Nagetiere, Schnecken, Zecken, Tausendfüßler, Blattläuse, Schildläuse, Spinnmilben und viele mehr.

Um bei der Bodenbeschaffenheit sicher zu sein, dass man das richtige einsetzt, können auch Bodenproben gezogen und ausgewertet werden.

Auch die Kulturbedingungen der Pflanzen sind zu beachten, ebenso die Nässe oder die Trockenheit spielt beim Wuchs aller Pflanzen eine große Rolle.

Mit dem Dank der Referentin ging der sehr lehrreiche Vortrag zu Ende, herzlichen Dank auch an die Referentin für ihr Engagement.

Geschrieben 18.05.2022 Josef König; Bilder aus Vortrag von Fr. Christa Cartus-Pernet

 

„Pflanzentauschbörse“

Wann: Sonntag, 15. Mai 2022, 14 Uhr

Ort:      OGV-Gelände

Altenfurt, Hohenstaufenweg

            (beim Montessori Kindergarten)

Sie bringen mit und tauschen:

Samen, Jungpflanzen, Gemüse-, Kräuterpflanzen,

Ziersträucher oder Zimmerpflanzen. ( bezeichnen !)   

Wer nichts zum Tauschen hat, nimmt sich was ihm gefällt, - das Sparschwein freut sich über eine Spende.

Kaffee, Kuchen + Getränke gibt’s im warmen Zelt.    

Alle Mitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen.

Die Vorstandschaft

Roland Stelzer           Manfred Maier

Obst- und Gartenbauverein Altenfurt, Fischbach, Moorenbrunn e.V.

www.gartenbauverein-nuernberg.de  Tel. 0911/98813955

 

 

„Mitgliederversammlung“

Wann: Freitag, 6. Mai 2022, 18 Uhr

Veranstaltungsort: Kath. Pfarrheim Altenfurt, Von-Soden-Str. 28

Tagesordnung

1. Begrüßung

2. Gedenken an die Verstorbenen

3. Protokoll des Schriftführers

4. Bericht des 1. Vorstandes mit Jahresrückblick

5. Bericht des Schatzmeisters

6. Bericht des Kassenprüfers

7. Entlastung des Schatzmeister und der Vorstandschaft

8. Ehrungen von langjährigen Mitgliedern

9. Anträge und Verschiedenes

 

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Gäste sind immer willkommen.

Die Vorstandschaft

Roland Stelzer                         Manfred Maier

Obst- und Gartenbauverein Altenfurt, Fischbach, Moorenbrunn e.V.

www.gartenbauverein-nuernberg.de  Tel. 0911/98813955

 

 

Rasenpflege nach den Wintermonaten im März/April

Der Winter hat unseren Rasen sehr strapaziert und zugesetzt. Nun ist es an der Zeit unser Grün von den Schäden, die Frost und Schnee verursacht haben zu beheben.

Im Frühjahr ist eine ausreichende Nährstoffversorgung der Gräser wichtig, damit diese schnell wieder ergrünen. Während Sonnenlicht und wärmere Temperaturen natürliche Anreize für die Pflanzen sind, um mit der Wiederaufnahme der Nährstoffe zu beginnen und so den Wachstumsprozess einzuleiten, kann eine Düngerbeigabe diesen Prozess zusätzlich fördern. Die Gräser bilden dadurch umso üppigere Horste und Ausläufer (kurz: Bestockung). Auch die Wurzelentwicklung profitiert davon. Beachten Sie aber unbedingt die Dosier- und Düngeanleitung des Herstellers auf der Verpackung. Möchten Sie Ihren Rasen optimal mit Nährstoffen versorgen, können Sie eine Bodenprobe entnehmen und zur Analyse an ein geeignetes Labor schicken. Mit der Auswertung erhalten Sie in der Regel auch eine Düngeempfehlung.

Es empfiehlt sich auch zwei bis drei Wochen nach dem Düngen den Rasen zu lüften, also stark verfilzte und vermooste Rasenflächen zu vertikutieren. Dafür mit dem Vertikutierer sowohl in Längs- als auch in Querrichtung über die Fläche fahren, dies gibt den Boden auch Lockerheit. Danach sieht der Rasen alles andere als schön aus, aber in ein paar Wochen ist die Rasenfläche wieder geschlossen.

Rasenpflege im Mai

Man er­in­nern sich schon gar nicht mehr an den Win­ter, da uns von drau­ßen die vol­le Früh­lings­pracht ent­ge­gen­schlägt. Bei der Ra­sen­pfle­ge im Mai soll­te vor al­lem die Aus­bes­se­rung im Vor­der­grund ste­hen. Dies tun Sie am bes­ten, in­dem Sie über aus­ge­dünn­te Flä­chen Samen aus­streu­en, um ein ein­heit­li­ches Bild Ih­res grü­nen Tep­pichs zu er­hal­ten. Be­ach­ten Sie al­ler­dings, wenn Sie Ih­ren Rasen nachsähen, sollte ein kon­stant war­mes und feuch­tes Kli­ma herrschen, da dies die Er­folgsaus­sichten stark be­güns­tigt. Rei­chen die Nie­der­schlä­ge nicht aus, soll­ten Sie zu­sätz­lich täg­lich Ih­ren Rasen sprengen. Um sich die müh­sa­me Ar­beit mit dem Gartenschlauch zu spa­ren, können Sie ei­nen Viereckregner oder Ähnliches ver­wen­den. Mä­hen Sie die Flä­che erst wie­der, so­bald die jun­gen Grä­ser ei­ne Hö­he von min­des­tens 10 cm er­reicht ha­ben.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude an der Arbeit und viel Erfolg, sodass Sie viel Freude an Ihrem Grün haben!

Geschrieben 31.03.2022  J. König; freie Bilder aus PixaBay

 

Baumschneidekurs

19.02.2022 ab 13:00 Uhr auf unserer Streuobstwiese in Fischbach

Seit langer Zeit konnten wir wieder einmal persönlich zusammenkommen und das taten dann auch 46 Interessierte, die auf unsere Streuobstwiese kamen und es tat ihnen sichtlich gut. Unser Vorstand Herr Roland Stelzer begrüßte die Anwesenden Mitglieder und auch die zahlreichen Gäste für ihr Kommen und sprach einleitente Worte zum bevorstehenden Vortrag und zum eingeschränkten Vereinsleben.

Herr Josef Meyer, der diesen Kurs leitete begrüßte ebenfalls die Gäste und zeigte sich sehr erfreut, dass so viele Interessierte gekommen waren. Er erläuterte im theoretischen Teil des Kurses den Unterschied des Wuchses von Obstbäumen. So gibt es hochstämmige, mittelstämmige und niedrigstämmige Obstbäume, hier kommt es ganz auf die Unterlage (Wurzelwerk) an. Der Gartenbesitzer der einen Baum pflanzen will, sollte sich genau überlegen, welch ein Baum in seinen Garten passt und welche Sorte von Obst er haben will. Ein hochstämmiger Baum kann schon acht bis zehn Meter hoch werden und auch diesen Kronendurchmesser erreichen. Hier sollte man sich schon von einem Fachmann (z. Bsp. in einer Baumschule) beraten lassen.

     

Weiterhin erklärte er den interessierten Zuhörern den Aufbau eines Obstbaumes, was ist eine Unterlage, ein Stamm, was sind Leitäste und was der verlängerte Stamm. Wichtig ist auch der durchzuführende Erziehungsschnitt. Die Sorte (z. Bsp. beim Apfel: Cox Orange, oder andere Sorten) des Obstes wird durch die Veredelung entschieden. Beim Veredeln wird ein Reiser auf eine Unterlage gepfropft.

Man merke sich:          

  • Die Unterlage bestimmt die Größe des Baumes.
  • Durch die Veredelung wird die Sorte bestimmt.

Weiterhin ging Josef Meyer auf das Werkzeug und die Sicherheit beim Obst-Baumschnitt ein:

  • Eine gute standsichere Leiter ist lebenswert!
  • Gutes und scharfes Werkzeug erspart viel Kraft und Arbeit!
  • Enganliegende Kleidung verhindert ein Hängenbleiben im Baum!

Nach der Theorie wurde eine kurze Pause eingelegt und die Teilnehmer konnten ein heißes Getränk und verschiedene belegte Brote zu sich nehmen. Herzlichen Dank an Karla und Isolde, die dies vorbereitet hatten!

Nun konnte Herrn Josef Meyer die Leiter an den zu beschneidenden Baum stellen. Er erklärte sehr anschaulich den aufmerksamen Zuschauern, warum er Diesen und jenen Ast abschnitt und nicht den einen oder anderen Ast. Nachdem zwei Bäume beschnitten waren, ging der Baumschneidekurs zu Ende. Herr Josef Meyer wurde mit entsprechendem Beifall bedacht. Wir bedanken uns herzlich für den ausgezeichneten Vortrag und die sehr anschauliche und gute Erklärung!

Man merke sich:

  • Mit dem Frühjahrsschnitt wird ein junger Baum erzogen, also „in Form gebracht!“
  • Bei einem alten Baum sollte im Frühjahr „nicht sehr viel Astwerk“ (max. 10 – 15 % abgeschnitten werden). Außer er droht zum Vergreisen, dann kann schon ein "Ratikalschnitt" gemacht werden. Durch diesen treibt er frisch aus und es kommt eine "Verjüngung" zustande.
  • Der Sommerschnitt wirkt auf einen alten Baum „beruhigend!“

Das, noch in eigener Sache: Herr Josef Meyer ist ausgebildeter Baumwart. Er kümmert sich innerhalb des Vereines, verantwortlich für das "Biotop Streuobstwiese" und desen Bepflanzung in der Fischbachauen. Weitehin veranstaltet er und seine Frau Irmgard das "Grüne Klassenzimmer". An diesem wurden schon über 1000 Kinder aus verschiedenen Nürnberger Grundschulen spielerisch über das "Biotop Streuobstwiese" und desen Wichtigkeit aufgeklärt.  Herr Meyer kann das jedoch nicht allein schaffen, so benötigt er natürlich Hilfe. Erfreulicherweise haben sich bei seinem Aufruf beim Baumschneidekurs am 19.02.2022 zehn Damen und Herren gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt, herzlichen Dank für dieses Engagement.

Wenn Sie mithelfen wollen das „Biotop Streuobstwiese“ zu pflegen und zu erhalten, dann können Sie sich gerne an Herrn Josef Meyer,

Telefon-Nr: 0911 809651 wenden.

20.02.2022 geschrieben und Bilder von Josef König

 

Bienenflug im Januar

Unser Vereinsmitglied „Bernd Worak“ hat in diesem Monat ein außergewöhnliches Foto in seinen Garten gemacht. Bienenflug im Januar. Hatten wir dies schon einmal? Wie Bernd sagt, er hat dies in seinen (Garten-) Leben noch nicht gesehen. Ich bin derselben Meinung und behaupte, dass dies dem Klimawandel geschuldet ist. Ich denke auch, dass wir noch die eine oder andere Überraschung erleben werden!

19.01.2022 geschrieben von Josef König / Bild: Bernd Worak

Der Beifuß ein heilsames Kraut

Der Beifuß ist ein unauffälliges Kraut, ist aber eines der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Er wächst an vielen Wegrändern und auf Brachflächen, das Kraut kann bis zu 1,80 Meter hoch werden. Er gehört zur Familie der Korbblütler. Die Blütezeit des „Gemeinen Beifuß“ ist meist zwischen Anfang Juni bis Ende September. Bei warmer Wetterlage blüht die Pflanze auch bis in den Oktober hinein. Jedes Blütenkörbchen enthält fruchtbare Röhrenblüten, aus denen sich später die Samen entwickeln. Der Beifuß wächst sowohl an sonnigen wie auch an halbschattigen Standorten. Der Boden sollte leicht kalkhaltig, nährstoffreich und gut durchlässig sein, kann aber auch verhältnismäßig sandig sein. Beifuß toleriert viele unterschiedliche Bodentypen und -arten, setzt aber höhere Anteile an Stickstoff voraus.

   

Sein botanischer Name, Artemisia vulgaris, man nennt ihn aber auch Besenkraut, Fliegenkraut, Gewürzbeifuß, Weiberkraut oder Jungfernkraut.

Beifuß galt einst als „Mutter der Kräuter“ und wurde zum Austreiben von bösen Geistern benutzt, um Haus und Hof vor Unglück zu bewahren. Das mit dem Wermut verwandte Kraut soll Frauenleiden lindern und wirkt krampflösend. Es soll auch die Abwehrkräfte stärkten, wirkt antibakteriell und harmonisierend. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die Heilwirkung des Gewöhnlichen Beifußes. Als Tee, Tinktur oder als Gewürz, aber auch in Speisen wird Beifuß meist gut vertragen.

Verwendung findet der Beifuß als Heilkraut bei:

Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Wechseljahre, Übelkeit, Beschwerden bei Menstruation, Unruhezustände und bei Gallenbeschwerden.

In der Küche wird er als Gewürzkraut angewandt bei:

Wildgerichte, Geflügel wie Ente und Gans, Eisbein und andere fettreiche Gerichte. Seine vielfältigen Inhaltsstoffe, darunter vor allem Bitterstoffe, machen vor allem fettreiche Speisen bekömmlicher.

Das getrocknete Kraut kann man auch zum Räuchern verwenden. Es entwickelt einen bittersüßen, schweren, aber klaren Duft, der sehr beruhigend wirkt.

geschrieben 04.01.2022 von J. König, Bilder aus freien PixaPay