Erstes mal "Tag der Streuobstwiese" in Europa

Erstmals wird am Freitag, den 30. April europaweit der erste „Tag der Streuobstwiese“ stattfinden. Mit vielfältigen Aktionen in ganz Europa soll die Bedeutung von Streuobstwiesen für die Gesellschaft und für die Tier- und Pflanzenwelt hervorgehoben werden. Nach Angaben vom 29.03.2021 des NABU-Bundesfachausschuss (Deutscher Naturschutzbund e.V.) Streuobst gibt es allein in den hochstämmigen Streuobstwiesen Deutschlands weit über 5.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie rund 6.000 Obstsorten.

Da im letzten Jahr die Wildschweine auf unserer Streuobstwiese erhebliche Schäden angerichtet haben, wollen wir am 20. und 21. 04.2021 ab 14:00 Uhr diese beheben und die aufgewühlten Stellen einebnen. Weiterhin werden wir an diesen Stellen Blührasen aussähen. Mit etwas Glück und gutem Wetter werden dann blühende Inseln entstehen.

 

Wenn Sie/Du mithelfen wollen/willst, kommt einfach am 20.04. und/oder 21.04.2021 um 14:00 Uhr auf unsere Streuobstwiese in Fischbach!

                                                                                                                                                                            16.04.2021 Text Josef König; Bilder: J. König & Vereinsmitglieder

Hurra, der Frühling ist da

Das schönste am Frühling ist,

dass er immer dann kommt,

wenn man ihn am dringensten braucht!

                                                                                                                                                                Jean Paul Richter

Ein Sinnbild für den Frühling ist die Magnolie (bot. Magnolia). Mit ihrer Vielfalt und prachtvollen Blütenfülle gilt sie als Königin der Ziergehölze innerhalb der Frühjahrssträucher. Die Pflanzen sind seit über 1000 Jahren in China und Japan bedeutende Elemente der Gartenkultur. Die prachtvollen Blüten weckten das Interesse europäischer Botaniker. So kamen im Jahre 1740 die ersten Magnolien-Pflanzen nach Europa. Charles Plumier benannte die Gattung nach seinem Landsmann Pierre Magnol. Die Darstellung der kostbaren Blüten fand Eingang in Literatur, Malerei und Textilkunst.

    

Die Entwicklung der Magnolien-Pflanzen reicht über 100 Millionen Jahre zurück. Heute gibt es rund 300 Magnolien-Arten. Durch ihre grandiosen Blüten wirken die Sträucher exotisch und dekorativ. Zu den kleinsten Vertretern und damit zu den Magnolienbäumen für kleine Gärten gehört mit kaum drei Metern Höhe die Stern-Magnolie. Am höchsten wird in unseren Breiten mit 25 Metern die Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata). Die Blüten sind tulpen-, stern-, glocken- oder schalenförmig. Magnolien gibt es in großer Farbvielfalt. Diese reicht von Rosa, Purpur und Weiß über gelb bis grünlich. Die meisten der hier kultivierten Magnolien-Arten kommen ursprünglich aus Ostasien. Sie besitzen im Vergleich zu den Arten aus Süd- oder Nordamerika größere Blüten und blühen vor dem Laubaustrieb. Sie setzen einen exotischen Akzent und sind vor allem zur Blütezeit eine Augenweide. Heute zählen sie mit ihren fantastischen Blüten zu den beliebtesten Ziersträuchern, Magnolien schmücken Botanische Gärten, große Parkanlagen, Vorgärten und als Kübelpflanzen Terrasse oder Dachgarten. Auch ihre großen Blätter sind attraktiv und kommen nach der Blüte zur Geltung. Die Belaubung ist bei den meisten Arten sommergrün und wechselständig, bei einigen wie zum Beispiel der frostempfindlichen Magnolia grandiflora auch immergrün.

  • Die meisten Magnolie Arten sind zwar winterhart, ihre Blüten aber sehr frostempfindlich!
  • Je älter, desto schöner. Magnolien setzen im Alter mehr und mehr Blüten an. Sie „vergreisen“ nicht, wie z. Bsp. die Forsythien!
  • Magnolien sollten nicht geschnitten werden!

                                                                                                                                                                                                                                                                                              02.04.2021 Bilder &Text Josef König

Weltwassertag am 22. März 2021

Wussten sie, Heute am 22. März ist Weltwassertag. Die UN-Weltkonferenz hat diesen 1992 in Rio de Janeiro ausgerufen. Wasser bedeckt den größten Teil der Erde (71 %) und ist das Lebenselixier schlechthin für die Natur, Mensch und Tier. Dass das Wasser aus dem Hahn kommt und für den Alltag und die Nutzung in der Industrie zur Verfügung steht, ist für viele Menschen selbstverständlich. Für viele aber auch nicht, derzeit haben 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser. 4,2 Milliarden Menschen können keine sicheren Sanitäranlagen nutzen und wir sollten uns das immer wieder bewusst machen, welch große Errungenschaft es ist, Trinkwasser ins Haus geliefert zu bekommen. Aus deutschen Haushalten fließen täglich pro Kopf etwa 120 bis 190 Liter Trinkwasser in die Kanalisationen.

Wasser (H2O) ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Wasser ist als Flüssigkeit durchsichtig, weitgehend farb-, geruch- und geschmacklos.

Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Flüssigkeit, als Festkörper und als Gas vorkommt. Die Bezeichnung Wasser wird dabei für den flüssigen Aggregatzustand verwendet. Im festen Zustand spricht man von Eis, im gasförmigen Zustand von Wasserdampf. In der Natur kommt Wasser selten rein vor, sondern enthält meist gelöste Anteile von Salzen, Gasen und organischen Verbindungen.

    

Der menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser. Ein Mangel an Wasser führt daher bei Menschen zu gravierenden gesundheitlichen Problemen. Aber auch für Tiere und Pflanzen ist Wasser genau so wichtig und unentbehrlich. Es ist der Grundbaustein des Lebens, und das Leben ist nach dem heutigen Erkenntnisstand im Wasser entstanden.

Während manche Regionen der Welt in Wasser geradezu ertrinken, regnet es in anderen Teilen der Welt oft jahrelang nicht. Gerade in diesen wasserarmen Regionen birgt der Zugang zu sauberem Wasser ein großes Konfliktpotenzial.

Römische Wasserversorgung, bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. wurden von den Römern schon Aquädukte (Wasserleitungen) gebaut, um ihre Städte mit Wasser zu versorgen.

Unser Wasserversorger ist die N-Ergie, er versorgt das Stadtgebiet Nürnberg und Schwaig aus fünf verschiedenen Gewinnungsgebieten (Wasserwerke: Erlenstegen/Eichelberg, Ranna, Krämersweiher, Am Forsthaus und Genderkingen). Die durchschnittliche Wasserabgabe liegt derzeit bei ca. 95.000 Kubikmeter pro Tag. An trockenen und heißen Tagen kann sie auf fast das Doppelte ansteigen. Die Wasserhärte im gesamten Stadtgebiet Nürnberg liegt bei rund 14 °dH und damit im mittleren Härtebereich.

 

Darum auch hier der Aufruf:

„Wasser sparen"

„Wasser sinnvoll nutzen“

Wir horchen staunend auf, wenn eine Nasa-Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll - aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt.

                                                                                                                                                                                                                                                   Horst Köhler

                                                                                                                                                                                                                                 22.03.2021 Text und Bilder J. König (+ freie Bilder v. PixaPay)

Ein eigener SCHREBERGARTEN ist in vielen Städten schon Luxus.

Der heimischen Enge entfliehen, Abstand halten und sich erholen, dass funktioniert am besten im eigenen Garten. Doch wer keinen Garten hat? In unseren Städten explodiert die Nachfrage nach Schrebergärten und es gibt lange Wartelisten. Aber es gibt auch Alternativen, z. Bsp. Mietgärten, dass sind komplett vorbereitete Parzellen auf Feldern. Hier kann man sein eigenes Gemüse anbauen, kann hacken, jäten und ernten und das schönste, dem eigenen Gemüse beim Wachsen zusehen.

                                                                                                                                  Auszug aus NN 08.03.2021 - geschrieben Josef König; freies Bild von Pixabay

 

 

 

Reihenhausgarten geschickt gestalten

Ein Reihenhausgarten bietet meist nur wenig Platz, um die eigenen Gestaltungsideen zu verwirklichen. Sie sind oft lang und schmal, also ungünstig zugeschnitten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Deshalb ist es unerlässlich sich einen Plan, mindestens eine Skizze zu erstellen, wo man seine Wünsche und Überlegungen festhalten und einzeichnen kann.

Die Erste Überlegung sollte sein, will ich einen modernen Stil mit geraden Linien und modernen Bauelementen. Oder tendiere ich mehr zum klassischen Garten, in dem ich auch Kräuter, Gemüse und Obst ernten möchte. Frische Kräuter könnten z. B. in Kräutertöpfen, oder in einer Kräuterspirale in Terrassennähe angeordnet werden. Ein Wasserlauf, über den ein Holzsteg verläuft, würde hier ebenfalls sein beruhigendes Plätschern hören lassen.

Einen langen, sogenannten Handtuchgarten könnte man mit bewachsenen Rankbögen, mittig angeordnet, die Länge unterbrechen und verschiedene Gartenräume entstehen lassen. Mit einem geschwungenen Kiesweg durch eine kleine Rasenfläche würde man diese betreten. Es wäre auch möglich, Stangenbohnen anzupflanzen, die an gekreuzten Stangen hochwachsen und eine natürliche Trennung der Gartenräume bewirken.

Mit einigen Gemüsebeeten (auch Hochbeete) im hinteren Gartenraum könnte der Garten nochmals aufgepeppt werden. Ertragreiche Gemüsesorten lassen eine üppige Ernte auf wenig Raum zu. Man denke nur an leckeres Gemüse wie: Tomaten, Karotten, Zucchini, Gurken, Kohlrabi, Radieschen und vieles mehr. Auch Sträucher wie Stachel- oder Johannisbeere könnten im hinteren Gartenteil unterkommen.

Um nun den schönen Garten genießen zu können sollten man daran denken eine kleine Sitzgruppe oder eine Bank in einen Teil des Gartens anzuordnen. Hier kann man dann von den Früchten des neu angelegten Paradieses naschen, oder auch mal sein Frühstück einnehmen.

Unser Garten kann die Antwort auf Corona sein!

Das Leben beginnt mit dem Tag,

an dem man einen Garten angelegt hat.

                                                                                                                                                          (aus China)

                                                                                                                                                             05.02.2021  Bilder und Text Anka Schmidt & Josef König

Gehölzerschnitt im Garten

Warum sollte man Rosen schneiden?

Ein Rückschnitt kann den Rosenstock verjüngen, kräftigen und das Wachstum anregen. Den Stock zu schneiden, bewirkt außerdem, dass die Gewächse ihre vorhandene Kraft in die Blütenproduktion stecken, anstatt in die Ausbildung zu vieler und schwacher Triebe.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt? 

Im Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt, um Rosen einfach nur etwas in Form zu bringen oder auch radikal zu schneiden. Sie dürfen ruhig beherzt zur Gartenschere greifen, jedoch sollten Sie dafür den letzten Frost abwarten (Temperaturen unter null können frisch geschnittenen Rosen schaden). Ende März, Anfang April ist hierfür eine gute Zeit. Schneiden Sie die Rosenbüsche auf 20 bis 40 cm zurück. Der Schnitt sollte direkt oberhalb eines Seitentriebes sein, der nach Außen zeigt!  

                              

Von einem Rosenschnitt im Herbst raten viele Experten ab, ein kalter Winter könnte den Rosenstock schaden! … und warum die schönen Hagebutten abschneiden, die sich im Herbst bilden. Das ist nicht nur etwas für unser Auge, sondern auch ein gern angenommenes Futter für Vögel, die bei uns überwintern. Im Winter bei Frost sollten die Pflanzen ruhen und grundsätzlich nicht geschnitten werden.

Es gibt Augenblicke im Leben, in denen eine Rose wichtiger ist als ein Stück Brot

                                                                                                                                                                                                            (Rainer Maria Rilke)

Wie ist es dann mit einen Schnitt bei unserem Rhododendron?   

Während einige Gehölze einen regelmäßigen Form- und/oder Rückschnitt benötigen, ist dies beim Rhododendron nicht der Fall. Unerheblich, um welche Art es sich bei dem betreffenden Gewächs handelt: es gibt für gewöhnlich keinen Grund zum Rhododendron schneiden. Ausnahmen bestehen lediglich in folgenden Fällen:

  • Der Rhododendron ist so groß geworden, dass er an seinem Standort keinen Platz mehr hat.
  • Der Strauch ist alt und verkahlt und muss durch einen Schnitt verjüngt werden
  • Das Gehölz ist krank oder beschädigt

                           

Wenn es unabdingbar ist, seinen Rhododendron zu schneiden ist im Herbst der richtige Zeitpunkt für den Schnitt (auch radikaler Schnitt). Der Radikalschnitt sollte dann 30 bis 50 cm über den Boden erfolgen, der Gärtnerspricht vom: „auf den Stock setzen“!

Bitte verwenden Sie für solche Arbeiten die geeigneten Schneide-Werkzeuge. Sie sollten scharf sein, so dass sie die Äste schneiden und nicht quetschen!

                                                                                                                                                                                                                                                               Bilder und Text J. König  01.02.2021

Der Garten ruft!

Jetzt ist es Zeit den Garten zu planen, z.B. Beetskizzen anfertigen, wo sähe, oder wo pflanze ich was. Bodenbeschaffenheit oder Lichtverhältnisse sind wichtig! Saatgut aus Gartenkataloge auswählen, Gartenkataloge gibt es beispielsweise von Gärtner Pötschke. Sehr hilfreich für die Planung sind Gartenkalender wie das Kosmos Gartenjahr mit viel Platz für eigene Notizen. Einige Winterarbeiten können ebenfalls ausgeführt werden, wie Obstbäume mit Kalkmilch oder Lehm streichen. An warmen Tagen können Obstbäume, Beerensträucher und auch Hecken geschnitten werden.

Eine gute Vorbereitung lässt alles besser gelingen!

                                                                                                                                                                                                                                             18.01.2021 Josef König

 „Tag des Apfels“ am 11. Januar

Und er hat diesen Tag verdient, er wird mit Recht in den Vordergrund gestellt! Der Apfel enthält Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Antioxidanten.

Jeder Deutsche isst im Schnitt 125 Äpfel pro Jahr.

Ein englisches Sprichwort sagt: „Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern!“

Wussten Sie, dass Ludwig 1, König der Bayern der Erbauer des „Ludwig-Donau-Main-Kanals“ (173 km lang) an dessen Ufern von Kehlheim bis Bamberg 40.000 Obstbäume, meist Äpfel und Birnen pflanzen lies! Diese wurden jährlich an Privatpersonen versteigert, die diese Bäume dann abernten durften!

            

   

                                                                                                                                                                  16.01.2021  Bild & Text Josef König

Der Garten meiner Kindheit

Es war in den ersten Nachkriegsjahren in Moorenbrunn. Ich war 3 oder 4 Jahre alt und erinnere mich noch sehr genau, dass ich in unserem Garten stand. Ich übte Pfeiftöne zwischen den Lippen zu erzeugen, wie meine älteren Brüder es schon längst konnten und dann wollte ich die Stimmen unserer Gartenvögel imitieren.

Unser Garten war groß ca. 1200qm. Es war ein einzigartiger Nutzgarten. Über das ganze Jahr wuchsen dort Gemüse, Früchte und Obst und es gab eine Blumenrabatte mit Bauernrosen, Dahlien usw. Zu Stachelbeer-, Johannisbeersträuchern kamen ca.40 Obstbäume. Mein Vater hatte sie gleich nach Fertigstellung des Hauses gepflanzt und sie trugen im Herbst reichlich Früchte. Zwei von drei Zwetschgenbäumen waren fast so hoch wie das Haus. Ich denke an die großen reifen Früchte. Wenn ich sie zwischen meinen Daumen aufriss und das gelbe Fruchtfleisch zum Vorschein kam. Sie waren so saftig, süß und köstlich. Zierflächen wie ein grüner englischer Rasen oder ein Swimmingpool waren überhaupt kein Thema. Ein Garten hat zu liefern – nämlich - Nahrung für die Familie. Ein Garten war oder sollte ein Garant dafür sein, dass man zu essen hatte und sich Vorräte anlegte. Für die Eltern bedeutete es Arbeit, die getan werden musste, damit man eine reiche Ernte bekam. Auch wir Kinder wurden bei der Mithilfe zur Gartenarbeit herangezogen. Im Frühjahr und im Herbst wurde der Boden umgestochen und der Mist (von unserem Vieh) wurde eingearbeitet. Wir besaßen 2 Schweine, 3 Ziegen, 20 Hühner und etliche Hasen. Wenn im Herbst die Bäume ausgeschnitten wurden, wurden die Äste kleingehackt, getrocknet und als Anschürholz für den Ofen verwendet. Reiser für Veredelungen im Frühjahr wurden aufgehoben. Wir Kinder schauten dann beim Veredeln zu, so lernten wir, wie die Technik funktionierte.

Alles wurde verwertet, nichts kam um – oder kam wieder zurück in den natürlichen Kreislauf. Der 3qm große Komposthaufen war eine wichtige Quelle für einen guten Gartenboden. Dort landeten unsere Küchenabfälle und Grünzeug von den Beeten. Das war für unsere dicken Kürbisse der beste Nährboden. Sie dankten es uns mit gigantischen Größen und leuchteten schon von weitem. Auch sie wurden im Herbst geerntet wie alles, was im Garten wuchs. Es wurde sofort verspeist, konserviert, haltbar gemacht oder gelagert. In dieser Zeit nach dem Krieg hatte die Nachhaltigkeit gezwungenermaßen große Bedeutung, wurde aber von der Hochkonjunktur nach und nach verdrängt.

Heute kommt die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse von den bekannten Discountern Aldi, Lidl, Norma und Co. Wie intensiv, typisch und kräftig das Aroma in Wirklichkeit einmal war, bleibt heutzutage leider oft auf der Strecke. Hauptsache - möglichst ganzjährig verfügbar und unverändert möglichst lange haltbar. Die Tomaten mit der harten Schale, die Gurken, die Paprika und der Salat...alles frisch, blank geputzt und knackig nur leider wenig Geschmack.

                                                                                         

Was pflanzen wir heute in unsere Gärten statt Früchte bringender Obstbäume? Bastardzypressen, Chinesischen Wacholder und Korea-Tannen. Wir pflastern unsere Gärten mit Steinen zu und häufen Steinmauern auf, statt Hecken zu pflanzen. Dass mit den Hecken und den heimischen Bäumen auch die Insekten und Vögel verschwinden, muss uns daher gar nicht wundern.

                                                                                    

Ich wünsche mir beileibe nicht die oben beschriebene Zeit zurück. Die Menschen mussten viel zu viel Entbehrungen hinnehmen. Unsere Eltern, und wir als nächste Generation haben sehr viel gearbeitet und haben es nun wesentlich besser. Aber, ein gewisses Umdenken über Nachhaltigkeit und Ernährung sollte aber schon stattfinden und ist auch nötig.

Das Jahr 2020 wird uns lange in Erinnerung bleiben. Seit dem Frühjahr beherrscht ein unsichtbarer Virus die ganze Welt und zeigt uns die Grenzen auf. Die Menschen auf dem Lande mit ihren Gärten konnten sich das Leben noch einigermaßen erträglich gestalten. Aber in der Enge einer Großstadt? Manche Menschen erleben die Entschleunigung noch als positive Erfahrung. Sie entdecken wieder für sich, wie befriedigend und entspannend die Arbeit im Garten sein kann. Mancher stellt sich nun die  Frage: Ist die Art und Weise, wie ich lebe, überhaupt die Richtige und wo sind die wahren Werte?

    Entdecken und nutzen wir jetzt unsere Chancen und ziehen unsere Lehren aus diesen Krisenzeiten, es könnte Heilsames daraus entstehen!

Ich wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben, denen, die krank sind, wünsche ich eine gute Genesung.

                                                        15.01.2021  Bilder & Text Josef König/ Anka Schmidt

Hierzu noch eine Bemerkung

Wie man heute vermehrt feststellen kann, beginnen vor allem auch viele junge Menschen, angesichts des Klimawandels, sich immer wieder mehr der Natur zuzuwenden und die derzeitige Lebensweise mit ihrem Überschuss, eher kritisch sehen. Der eigene Garten bietet auch hier oft die Basis zur Umkehr und zur nachhaltigen Neuorientierung, wir vom OGV begleiten Sie gerne auf diesem Weg und unterstützen Sie bei ihrem Vorhaben mit kostenfreien und fachbezogenen Informationen und laden Sie auch gerne zu unseren interessanten und lehrreichen Veranstaltungen ein, die ausnahmslos kostenfrei sind. Über unsere vielseitigen Aktivitäten im Jahr 2021, können Sie sich auch über unsere Homepages informieren oder das Jahresprogramm 2021 herunterladen. Wenn Sie Fachfragen haben, oder weitere Informationen über unseren Verein wünschen, können Sie uns über unsere Homepages „Kontakt“ erreichen. Besonders würden wir uns natürlich freuen, wenn Sie uns durch ihren Beitritt, bei unseren Aktivitäten unterstützen würden. (Beitrittserklärungen auf unseren Homepages “Download“!   

                                                                                                                                                                                                                   Die Vorstandschaft